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Die Zisterzienser(lat. Sacer Ordo Cisterciensis)Dieser Mönchsorden besteht mit (1979) 1393 Mitgliedern aus 78 Abteien
und Prioriaten , zusammengefaßt
in 11 Kongregationen. An der Spitze jeder Kongregation steht ein
Abtpräses; die Ordensspitze bildet der Generalabt in Rom.
Die Zisterzienser leben nach Benediktinerregeln wobei ihre Verfassung
stärker zentralisiert ist. Ihre Haupttätigkeiten heute sind die
Seelsorge und der Unterricht. Die Tracht der Zisterzienser ist weiß mit
einem schwarzen Skapulier. Im Chor tragen sie außerdem eine weiße
Kukulle (weites Obergewand der Professoren)
Geschichte:
Der Orden der Zisterzienser entstand Ende 11. Jahrhundert vom
benediktinischen Reformkloster Citeaux aus unter Robert von Molesme. Die erste
Verfassung wurde von Stephan Harding entworfen („Charta
caritatis“).
Einen kraftvollen Aufstieg der Zisterzienser begründete Bernhard von
Clairvoux ( daher auch der Ausdruck „Bernhardiner“). Anfang des 14.
Jahrhundert gab es 700 Abteien in Frankreich, Deutschland und England.
Beruhend auf reicher schriftstellerischer Tätigkeit, Berufung in die
Hierarchie, besonders aber auf der hervorragenden landwirtschaftlichen
Tätigkeit in den innerdeutschen Rodungsgebieten erlebten die Zisterzienser
im 12. Und 13. Jahrhundert einen starken Aufschwung. Die damalige ostdeutsche
Siedlung bis zur Weichsel wurde zum Teil von den Zisterziensern
getragen.
Bald setzte dann der innere Zerfall ein; unter den Reformbewegungen wurden
die Trappisten am erfolgreichsten. Durch Reformationen und die französische
Revolution gingen die meisten Klöster unter.
Die Kunst machten die Zisterzienser ihrer asketischen Haltung untertan. Den
reich ausgestatteten Chor ersetzten sie durch einen einfachen mit geraden
Abschluß und verbauten das Querschiff mit Kapellen, die für
Privatmessen und Einzelandachten bestimmt waren. Kirchtürme waren
außer einem Dachreiter nicht zugelassen, farbige Figurenfenster verboten.
In den Kirchen gab es keine Bilder, keinen Farbschmuck und kein Portal. Sie
waren unverputzt und hatten keine Fassade.
Das straff geordnete Bauwesen der Zisterzienser verbreitete sich rasch
über ganz West- und Nordeuropa und vermittelte etwa seit dem 12.
Jahrhundert moderne französische Baugedanken und burgundische Stilformen
nach Deutschland und Italien. Es glich die Sparsamkeit der angewandten Formen
durch deren vorzügliche Qualität in Technik und Detail aus.
Jedoch ließ die Strenge ihrer Forderungen mit der Zeit nach. Die
Dachreiter wurden hohe Türme, der Chorumgang mit Kapellenkranz erschien. In
den vor allem in waldreichen Tälern errichteten Anlagen kam auch die
Wirtschaftseinheit der Klöster zum Ausdruck.
Wegen ihrer Armut , persönlicher Anspruchslosigkeit und
Tüchtigkeit wurden die Zisterzienser von Reichen mit großen Gaben
beschenkt. Auch waren sie Meister der Fischzucht und des Ackerbaus und sie
gelangten mit der Zeit zu großem Reichtum und Besitztümern.
Robert von Molesme:
Gründer der Zisterzienser, geboren in der Champagne um 1027; gestorben
1111 in Molesme als Abt des von ihm 1075 ebenda gegründeten Klosters. Er
stiftete 1098 das strengere Kloster Citeaux.
Citeaux:
Mutterkloster der Zisterzienser im französisch Departement Côte
d Ór. Es wurde 1790 aufgehoben und 1898 von den Trappisten
erworben.
Stephan Harding:
3.Abt von Citeaux, geboren 1059 in Meriott (England); gestorben 1134 in
Citeaux. Er siedelte 1097/98 mit Robert von Molesme nach Citeaux über und
schuf dort 1119 in der „Charta caritatis“ die erste
Verfassungsurkunde des neuen Ordens.
Bernhard von Clairvaux:
Kirchenlehrer aus burgundischem Adel, geboren 1091 in Fontaines; gestorben
1153. Er wurde 1112 Mönch in Citeaux und wurde 1115 als Abt zur
Gründung eines Klosters in Clairvaux ausgesandt. Er brachte den Orden der
Zisterzienser zu hoher Blüte; viele neue Niederlassungen wurden
gegründet (zu seinen Lebzeiten von Clairvaux aus 68, insgesamt 350)
Durch Beredsamkeit und Frömmigkeit beherrschte er seine Zeit und
gewann Ludwig VII und Konrad III für den 2. Kreuzzug. Er betonte die
Reinheit der katholischen Lehrer gegenüber der Dialetik Abailards, von
seiner Kontemplation wurde die mittelalterliche Christus-Mystik und
Marienverehrung bestimmt. Seine Schriften wirkten auf Ignatius und
Luther.
Trappisten:
Reformierte Zisterzienser; 1664 als asketische Reformrichtung innerhalb der
Zisterzienser von A. J. Bouthillier de Rance´ in seiner Abtei La Trappe
(àTrappisten) gegründet. Katholischer
Mönchsorden mit sehr strenger Lebensweise (stetes Stillschweigen,
vegetarische Nahrung, harte Feldarbeit) Kloster: z.Bsp. Engelszell
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